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Bericht aus der Mainpost vom 10.09.2015:

Das Ehepaar ist zufällig auf dem Wohnmobilplatz „gelandet“. Auf der Rückfahrt aus Italien überkam die Niederländer Müdigkeit, also runter von der A 70, Abfahrt Gochsheim/Sennfeld. Den Platz am Hutrasen fanden sie dank nun angebrachter Beschilderung rasch.
Die Eheleute hatten letztes Wochenende Glück, dass sie einen freien Platz fanden. Der Wohnmobilplatz wird nämlich „sehr gut angenommen“, sagt Wolfgang Thein.

Der Unternehmer und Chef von Europas größter Fendt-Niederlassung am Hainig hat die feine Campingoase am Saumain gebaut und betreibt sie auch. In der ersten Saison von August 2013 bis August 2014 machten rund 1000 Wohnmobilisten aus ganz Europa Station in Schweinfurt. Im zweiten Jahr zählte Thein schon rund 1800 Nutzer. Das sind in den acht Monaten Saison 225 Gäste pro Monat oder sieben Fahrzeuge am Tag.

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Quelle: Mainpost

Die Stadt hatte Wohn- und Reisemobilisten jahrzehntelang in der Wehr fünf Plätze angeboten – ohne jede Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Jahrelang suchte man erfolglos nach einer Alternative. Thein war die Rettung. „Die Resonanz zeigt, dass es höchste Zeit für eine Wohnmobilplatz in der Nähe zur Stadtmitte war“, sagt Thein.

Die rasante Steigerung liegt zum einen an der in der Campingszene nicht zu unterschätzenden Mund-zu-Mund-Propaganda, vor allem aber an der gezielten Werbung in nahezu allen Fachzeitungen, „europaweit“, sagt Thein. Er war letzte Woche auf der Messe „Caravan Salon Düsseldorf“ mit einem Stand, bot dort erfolgreich die neuesten Fendt-Wohnwagenmodelle an und wurde zu seinem Erstaunen öfter auf den „schönen Platz am Hutrasen“ angesprochen.

Am Saumain stehen 20 Stellplätze zur Verfügung, schneckenförmig angelegt. Der Gast zahlt am Automaten acht Euro pro Stellplatz und Nacht. Wasser und Strom kosten extra. Die Entsorgung ist kostenlos. Die Grube muss von Thein entleeren. „Wegen der erfreulichen Frequenz mittlerweile einmal im Monat“, bedauerte er diesen vergleichsweise „höheren Kostenfaktor“.

Ein Kanalanschluss wäre ihm „von Anfang an lieber gewesen“. Thein hat eine Nutzungserlaubnis für noch ein Jahr. Wenn er den Platz weiterbetreibt, sollte man darüber noch mal reden. Lob erntet die Stadt aber wegen der mittlerweile zufriedenstellenden Wegweisung.

Apropos: Auch Thein hat „sehr zur Freude“ der Touristen Tafeln aufgestellt. Auf einer wird ausführlich über die „Geschichte der einst freien Reichsstadt“ informiert. Es gibt einen übersichtlichen Stadtplan und eine Fuß-Wegweisung in die City mit Infos zur Stadt. Die gerade laufende Sanierung der Holzbrücke über den Saumain lobt der Betreiber. Informiert wird immer auch über aktuelle Veranstaltungen wie zuletzt dem Stadtfest oder Pflasterklang.

Der „Renner“ bei den Touristen aber sind die vier auf Stelen mit reichlich Informationen bestückten „Erlebnistouren“. Tour 1 Wildpark, Tour 2 Silvana, Tour 3 Baggersee und 4 eine Museumsrunde mit dem Schwerpunkt auf dem Museum Georg Schäfer und der Kunsthalle.

Thein weist auch auf den wirtschaftlichen Aspekt durch die Touristen hin, die in der Regel ein bis zwei Tage bleiben. Man rechnet pro Einheit 40 Euro, die der Gast in der Stadt lässt, bisher eine schon sechsstellige Summe. Thein lobt auch die Zahlungsmoral der Touristen aus ganz Europa und allen Ecken Deutschlands.

Quelle: Mainpost